• 15.6.2009

Ich möchte der Welt etwas mitteilen, dann auch noch regelmäßig. Meine leibeigensten Gedanken. Und was passiert: mein Blick verändert sich, bzw. der Filter in meinem Kopf. Wenn ich mal wieder einen Gedanken habe, der um dieses Thema kreist, sage ich mir: das könntest du jetzt in deinem Blog mitteilen. Wirklich? Dann steht es da - nicht mehr nur als flüchtiger Gedankenblitz, sondern materialisiert und potentiell für jeden lesbar, denkbar. Ich frage mich, ob ich nicht doch vorher einen Lektor brauche, wer diese fragmentarischen Gedanken- und Ideenfetzen lesen könnte und ob es zum Nachteil für mich werden könnte, dass bestimmte Menschen diese Gedanken erfahren. Wie einfach ist da doch das klassische Notizbuch. Da male ich mir höchstens aus, wie beste Freunde nach meinem Tod mit traurig-amüsiertem Gesicht die Seiten durchblättern... Ja, es interessiert mich, was sich verändert in mir, wenn ich ein "medialer Mensch" werde, was immer das heißen mag. Die Gedanken, die sonst durch meinen Körper wabern, zischen nun sehr schnell durch das weltweite Netz, vermischen sich mit Millionen anderen Worten, Sätzen, Bildern, wie ein riesiger Ozean. Das kribbelt in den Händen und hat irgendwie etwas Beruhigendes.
  • 3.6.2009

Endlich ist es soweit! Kultur und Schule 2009 an der Annette Schule zeigt ihr Theaterstück - mit Schülern der Klassen 7 bis 10

Es wird fleißig geprobt an der Märchencollage frei nach dem Märchen Der fliegend Koffer von Hans Christian Andersen. Das Theater Projekt hat sich einiges vorgenommen: die Teilnehmerinnen Justine und Bianca haben ihre modernen Interpretationen des Märchens selbst verfasst. Es wird auch eine Vampir auftauchen, inspiriert von der Geschichte Twilight....Die Schüler arbeiten bereits seit September an schauspielerischen Grundlagen. Wir haben viel über das Thema Märchen diskutiert. Sind Märchen Kindersache? Ja und Nein. Sie erinnern uns an unsere Kindheit aber unsere Träume gleichen oft Märchen. Wir tun Dinge, die wir uns sonst nicht zutrauen würden, landen an geheimnisvollen Orten, werden mit symbolischen Dingen konfrontiert, die unser Unbewusstes berühren. Anstelle von Und wenn sie nicht gestorben sind... hat die Autorin Justine ihre ganz eigene Vorstellung von einem Märchenende gefunden.Mehr wird noch nicht verraten. Aufgeführt wird am Freitag den 26.6.2009 in der Aula der Annette Schule in Bochum, Lohring 22 um 12:00 Uhr. Das Stück dauert 45 Minuten.