• 31.8.2009

ich stelle meinem körper die aufgabe, in jeder situation bewusst zu atmen, diesen atem wahrzunehmen und genau darauf zu lauschen: was will er mir erzählen? will ich es auch hören oder will ich am liebsten "die luft anhalten"...kann ich in jedes gefühl hinein atmen, es damit auflösen, verändern oder es nehmen wie es ist? mein atem ist mein begleiter. er ist mir dankbar für meine aufmerksamkeit. gez. die leibeigene
  • 15.6.2009

Ich möchte der Welt etwas mitteilen, dann auch noch regelmäßig. Meine leibeigensten Gedanken. Und was passiert: mein Blick verändert sich, bzw. der Filter in meinem Kopf. Wenn ich mal wieder einen Gedanken habe, der um dieses Thema kreist, sage ich mir: das könntest du jetzt in deinem Blog mitteilen. Wirklich? Dann steht es da - nicht mehr nur als flüchtiger Gedankenblitz, sondern materialisiert und potentiell für jeden lesbar, denkbar. Ich frage mich, ob ich nicht doch vorher einen Lektor brauche, wer diese fragmentarischen Gedanken- und Ideenfetzen lesen könnte und ob es zum Nachteil für mich werden könnte, dass bestimmte Menschen diese Gedanken erfahren. Wie einfach ist da doch das klassische Notizbuch. Da male ich mir höchstens aus, wie beste Freunde nach meinem Tod mit traurig-amüsiertem Gesicht die Seiten durchblättern... Ja, es interessiert mich, was sich verändert in mir, wenn ich ein "medialer Mensch" werde, was immer das heißen mag. Die Gedanken, die sonst durch meinen Körper wabern, zischen nun sehr schnell durch das weltweite Netz, vermischen sich mit Millionen anderen Worten, Sätzen, Bildern, wie ein riesiger Ozean. Das kribbelt in den Händen und hat irgendwie etwas Beruhigendes.