• 25.5.2010

Ganz ehrlich: mein erster 3 D Film

Vor etwa einem Monat habe ich meinen ersten 3 D Film gesehen - ja, ich sage es ehrlich, es hat gedauert...! Es war auch nicht Avatar, es war Alice im Wunderland, eine meiner Lieblingsgeschichten, so herrlich verrückt, skurril, liebevoll und phantasievoll. Für mich waren die 3 D Bilder allerdings in erster Linie sehr anstrengend zu verfolgen. Ebenso ging es meiner Begleiterin, die ebenfalls die 40 gerade überschritten hat. Beim Vorspann schreckten wir bei jedem Filmschnitt zurück und kreischten auf wie die Teenies, wenn die Ketchup Flaschen auf uns zu kamen. Mein Kopf brummte bereits nach Minuten. Dieser Kopfdruck hörte erst nach ca. einer Stunde wieder auf. Nach dem Film fühleten wir uns wie ferngesteuert, das Fokussieren war sehr anstrengend, als wenn das Gehirn sich wieder umpolen müßte. Beim Film selber entstand bei mir ein widersprüchlicher Eindruck: einerseits wird man ins Bild "gezoomt", andererseits war es für mich, als werden die Bilder und Phantasien, die mein eigerner Kopf beim Sehen produziert und assoziiert quasi aus meinem Kopf gezogen. Es wird uns etwas gegeben mit den 3 D Bildern - ihre 3 Dimensionalität - aber es wird uns auch etwas genommen: unsere eigenen Bilder. Ausgleichende Gerechtigkeit des hochtechnisierten Kinos? Oder liegt es am Alter? Ich fragte meine Schüler der Theater Gruppen, ob sie eine Veränderung festgestellt haben beim Sehen dieser Filme. "Nö, normal!"....

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